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Verfahren zur Aufmessung von Riffen mittels Drohnen (UAVs) publiziert

Verfahren zur Aufmessung von Riffen mittels Drohnen (UAVs) publiziert

© LuFI
Drohnenaufnahme eines Korallenriffs

David, C.G., Kohl, N., Casella, E. et al. Structure-from-Motion on shallow reefs and beaches: potential and limitations of consumer-grade drones to reconstruct topography and bathymetry. Coral Reefs (2021). https://doi.org/10.1007/s00338-021-02088-9

Diese Studie stellt ein Experiment mit Luftbildern vor, die mit einer handelsüblichen Drohne am Flachwasserriff von Fuvahmulah auf den Malediven aufgenommen wurden. Bei steigender Flut untersuchten wir in zehn aufeinanderfolgenden Flügen denselben Teil des Riffs. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Unterschiede zum Referenz-DEM mit zunehmender Tiefe zunehmen, aber wesentlich größer sind, wenn bei der Verarbeitung keine Unterwasser-Bodenkontrollpunkte berücksichtigt werden. Die Korrektur unserer Bilder mit Algorithmen, die die Refraktion berücksichtigen, verbesserte die Gesamtgenauigkeit der Rekonstruktion nicht. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Rekonstruktion von Flachwasserriffen (weniger als 1 m Tiefe) mit UAVs der Verbraucherklasse und SfM-MVS möglich ist, aber die Genauigkeit ist begrenzt und stark mit der Wassertiefe korreliert.

Diese Studie fand im Projekt "Dealing with change in SIDS: societal action and political reaction in sea level change adaptation in Small Island Developing States (DICES)", Grant No. SCHL 503/17-1 (CGD, NK, PB, TS) und "Holocene sea-level changes in Southeast Asia (SEASchange)", Grant No. RO-5245/1-1 (AR) statt. Die Projekte sind eingebettet in das Schwerpunktprogramm (SPP-1889) "Regionaler Meeresspiegelwandel und Gesellschaft" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).