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Tsunami-Forschung und Risikomanagement

Tsunamiforschung und Risikoanalyse

Grundlagenuntersuchungen zu Wellenauflauf von Tsunami sowie anwendungsorientierte Forschung zur Abschätzung von Risiko, Gefährdung und Vulnerabilität infolge von Tsunami

Tsunami (bedeutet wörtl. "Hafenwelle" aus dem Japanischen) sind Flachwasserwellen. Ursachen der Entstehung sind neben unterseeischen Erdbeben ebenso Vulkanausbrüche, Meteoreinschläge und Erdrutsche. Im Verlauf ihrer Ausbreitung sind sie erheblichen Veränderungen hinsichtlich ihrer Wellenlänge, -höhe und Ausbreitungsgeschwindigkeit ausgesetzt.

 

In jüngster Zeit entstehen Frühwarnsysteme, die den Küstenbewohnern frühzeitig Informationen ermöglichen (z.B. GITEWS, PTWC). Hierfür sind neben aktuellen Informationen über Wasserstände und Drücke am Seeboden auch numerische Vorhersagewerkzeuge wichtig, die die Ausbreitung der Wellen und deren Ankunft an der Küste vorhersagen.

Einen Forschungsschwerpunkt am Institut stellt die Simulation und Berechnung von tsunamibedingter Überflutung in Küstenregionen dar. Hierfür finden Open-Source Werkzeuge wie zum Beispiel ANUGA oder TUNAMI N2 Anwendung. Für Padang / Indonesien ist für eine komplette Stadt mit einem hochauflösenden Stadtmodell eine Überflutungskartierung vorgenommen worden (siehe Forschungsprojekte).

Eine beispielhafte Visualisierung der Überflutung in der Stadt ist im folgenden Video zu sehen.

 

Neben der anwendungsorientierten Forschung im Bereich Tsunami können am Institut auch Grundlagen des Auflaufs langer Wellen physikalisch modelliert werden. Insbesondere die Interaktion zwischen dem Auflauf und idealisierter Bebauung steht derzeit im Fokus.