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Messboot

Das Franzius-Institut verfügt über ein Messboot für Naturmessungen in Tideflüssen und im küstennahen Bereich. Hierbei handelt es sich um ein Festrumpf-Schlauchboot (rigid inflatable boat, Fa. Zodiac) mit Trailer für den Straßentransport, welches mit umfangreicher Messtechnik ausgerüstet ist.

Für die Messung von Strömungsgeschwindigkeiten kommt ein Acoustic Doppler Current Profiler (Breitband-ADCP mit 600 kHz Trägerfrequenz) zum Einsatz.

Am Franzius-Institut werden zudem GPS-basierte Treibkörper zur Messung insbesondere auch sehr niedriger Strömungsgeschwindigkeiten vorgehalten, wie sie in Hafenbecken und anderen von der Hauptströmung abgeschirmten Bereichen auftreten. Das neuartige System ist eine gemeinsame Entwicklung des Franzius-Instituts und des Instituts für Erdmessung der Uni Hannover (IFE).

Zur Messung von Temperatur, Sauerstoffkonzentration, Trübung und Fluiddichte ist eine Multisonde (CTD) vorhanden. Diese besteht aus einem mit verschiedenen, dem Einsatz angepassten Sensoren bestückten Geräteträger, welcher an einem kombinierten Daten- und Versorgungskabel kontinuierlich durch die Wassersäule gehievt und gefiert wird. Zur Tiefenmessung ist ein Zweifrequenzecholot (50 kHz und 210 kHz, 1kW akustische Leistung) installiert. Verschiedene Probennehmer (Ruttner, van Veen) stehen zur Verfügung.

Über ein hochgenaues Positionierungssystem (differentielles Echtzeit GPS mit eigener Referenzstation) in Verbindung mit einem Drucksensor auf der Multisonde kann jede Einzelmessung zentimetergenau in einem x,y,z (t) Koordinatensystem eingeordnet und dargestellt werden. Die Ausrichtung des Bootes und der installierten Geräte in der Messebene wird über parallel betriebene Trägheitsinstrumente (Gyro) und ein differentielles GPS-Kompasssystem ermittelt.