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Das Ludwig-Franzius-Institut

Profil in Forschung und Lehre

Die 1916 gegründete Hannoversche Versuchsanstalt für Grundbau und Wasserbau und ab 1936 mit der zusätzlichen Bezeichnung versehene Franzius-Institut der damaligen Technischen Hochschule Hannover und heutigen Leibniz Universität Hannover gilt national und international als eine feste Adresse für wissenschaftliche Aufgabenstellungen in den Bereichen Hydraulik, Flussbau, Wasserstraßenbetrieb und -planung, Hafenbetrieb und -logistik, Küstenschutz, Deichmonitoring, Hochwasser- und Risikomanagement, Umweltauswirkungen von Wasserbaumaßnahmen, Tidewasserbau und Offshore-Technik. Unter der Institutsleitung von Prof. H.W. Partenscky erhielt das Institut in 1972 den Namen Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen.

Im Zuge der Aufarbeitung der Rolle ihrer Vorgängerinstitution im Nationalsozialismus hat die Leibniz Universität Hannover zwischen 2011-16 u.a. erhebliche Verstrickungen des zwischen 1913-36 in Hannover tätigen Prof. Otto Franzius nachgewiesen. Das dabei aufgedeckte Verhalten und die durch ihn verantworteten Unrechtsakte werden mit Nachdruck von der Institutsleitung und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern missbilligt. Um eine eindeutige Distanzierung zu Otto Franzius und vor allem um eine Unmissverständlichkeit hinsichtlich der Zusammenhänge in der Namensgebung des Instituts zu erzielen, hat das Institut seit dem 16. Nov. 2016 auf Antrag der Institutsleitung und Beschlussfassung des Präsidiums im Sommer 2016 die Denomination Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen. Hierzu sei auch noch einmal auf die Entwicklungen zur Institutsbenennung bis heute hingewiesen.

Dieses breite Aufgabenspektrum des Franzius-Instituts wird auch unter der Institutsleitung von Prof. Dr.-Ing. habil Torsten Schlurmann seit seiner Berufung Anfang 2007 weitergeführt und vor allem durch neue Aufgaben im Hinblick auf interdisziplinäre Zusammenarbeit in Form von Verbundvorhaben und Netzwerken im Bereich des Integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM), der Risiko- und Vulnerabilitätsforschung in Küstenzonen und auch in der Technischen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern erweitert. Durch die kürzlich erfolgte Berufung von Herrn Jun.-Prof. Dr.-Ing. Arndt Hildebrandt im Aug 2015 wird die Leitung des Franzius-Instituts verstärkt und das Leistungsspektrum sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in der Lehre signifikant erweitert und umfasst nunmehr auch wissenschaftliche Fragestellungen im Bereich der Meerestechnik, insbesondere vor dem Hintergrund von innovativen Bauverfahren und -logischen Prozessen im Offshore Bereich, bspw. in der Windenergie.

Die Räumlichkeiten und Laboreinrichtungen des Franzius-Instituts befinden sich in der Nienburger Str. 4 und 5 in Hannover, weitere Laborflächen und das Außengelände in Hannover-Marienwerder, Merkurstraße 11.

Überblick

Aufgaben- und Forschungsgebiete

Im Rahmen derzeitiger Forschungsaktivitäten behandelt das Franzius-Institut Fragestellungen in den Forschungsbereichen

Einrichtungen

Durch den konsequenten Ausbau der Einrichtungen und Techniken stehen dem Franzius-Institut heute zahlreiche, teils weltweit einmalige Versuchseinrichtungen zur Durchführung physikalischer Modellversuche zur Verfügung.

Neben diesen klassischen Modellversuchen im Wasserbau nimmt heute jedoch auch die rechnergestützte Modellierung anhand numerischer Untersuchungen einen immer größeren Stellenwert ein. Durch eine professionelle Verknüpfung beider Möglichkeiten können dabei hochkomplexe Aufgabenstellungen bearbeitet und gelöst werden.