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Publikation: Einfluss von Vegetationskanten auf Hydro- und Sedimentdynamik

Publikation: Einfluss von Vegetationskanten auf Hydro- und Sedimentdynamik

Salzwiesen und Mangrovenwälder erbringen wichtige Ökosystemleistungen wie die Verringerung der Sedimenterosion und die Verbesserung der hydrodynamischen Pufferung. Der Sedimenttransport und die Hydrodynamik können dabei durch spezifische funktionale Merkmale der Pflanzen (z. B. Flexibilität vs. Steifheit) und durch Merkmale der Gemeinschaft (z. B. räumliche Dichte) beeinflusst werden. Zur Quantifizierung dieses Einflusses haben wir Salzwiesen- und Mangrovenmodelle unterschiedlicher Bestandsdichte in einer großtechnischen Anlage kontrollierten Wellen- und Strömungsbedingungen ausgesetzt und sowohl die Energiedissipation als auch die Veränderung der unbefestigten Sohle erfasst. Besondere Berücksichtigung fanden dabei die Entwicklungen entlang der Vegetationskanten. Die Ergebnisse zeigen, dass

  • starre Vegetationsfelder puffern hydrodynamische Energie wirksam ab und verstärken die Erosion an ihren Rändern.
  • bei allen getesteten hydrodynamischen Bedingungen flexible Vegetationsflächen im Vergleich zu starrer Vegetation Sedimente näher an ihren Vorderkanten an sammeln.
  • negative Rückkopplungen können die seitliche Ausdehnung beider Vegetationstypen beeinträchtigen.
  • eine geringere Sprossdichte dazu führt, dass sich die Sedimente weiter innerhalb der Vegetationsfelder ansammeln.

Zum Artikel:

Gillis, L. G.; Maza, M.; Garcia-Maribona, J.; Lara, J. L.; Suzuki, T.; Argemi Cierco, M.; Paul, M.; Folkard, A. M.; Balke, T. (2022): Living on the edge: How traits of ecosystem engineers drive bio-physical interactions at coastal wetland edges. Advances in Water Resources 166, doi: 10.1016/j.advwatres.2022.104257