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„BioSchWelle“: Erprobung der Wellendämpfung durch „lebende Inseln“ zur Erhöhung der Artenvielfalt in Gewässern

Supervisor:Jun.-Prof. Dr.-Ing. A. Hildebrandt
Researcher:M.Sc. Jannis Landmann, M.Sc. Miriam Vogt
Duration:April 2017 bis April 2019
Funded by:Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Bild „BioSchWelle“: Erprobung der Wellendämpfung durch „lebende Inseln“ zur Erhöhung der Artenvielfalt in Gewässern

Standortgerechte und leitbildkonforme Vegetationsstrukturen an Gewässern sind für die Zielerreichung der Umweltqualitätsziele der EU-WRRL sowohl für die biologischen Komponenten als Nahrungs- und Habitatstruktur als auch für chemisch-physikalische Wasserqualitätsparameter von hoher Bedeutung.

Schwimmende Vegetationsstrukturen bieten in dem Zusammenhang großes Potential für technisch-biologische Lösungen. Schwimmende Vegetationsstrukturen werden eingesetzt, um Gewässerbereiche mit naturnahen Röhrichtbeständen auszustatten, die ansonsten von Vegetation nicht erschlossen werden können, um sowohl naturnahe Habitatstrukturen zu entwickeln als auch Verbesserungen der Wasserqualität zu bewirken. Gleichzeitig können schwimmende Strukturen die auf die Ufer einwirkenden Wellen und damit deren Belastung auf die Uferbereiche dämpfen. Beispielsweise können aneinander gereihte Segmente „lebender Inseln“ baulich so gestaltet werden, dass sie abhängig von ihrer Form, Tiefgang und ihres Gewichts die einlaufenden Wellenhöhen reduzieren. Die dadurch entzogene Wellenenergie führt zu einer geringeren Umströmung und zu einer kleineren Auflaufhöhe der Wellen an der bewachsenen Uferböschung.

Weiterhin können in regelmäßigen Abständen platzierte „lebende Inseln“ als „Trittsteine“ oder Stützstellen zur Überbrückung von zuvor ökologisch undurchlässigen Gewässerabschnitten eingesetzt werden. Der Einsatz von punktuellen "lebenden Inseln" kann daher einen wichtigen Beitrag zur Gewährleistung der ökologischen Durchgängigkeit insbesondere entlang von Kanälen bzw. stark frequentierten Wasserstraßen mit verbauten Ufern leisten.

Ziel des Projektes ist daher die Weiterentwicklung einer Technik zur Initiierung von selbstschwimmenden Vegetationsbeständen für den Einsatz zur Wellendämpfung von Schiffswellen an den Ufern und zur Erhöhung der Artenvielfalt auf Verkehrswasserstraßen, wofür die Interaktion mit Wellen und die Strömungsbeeinflussung untersucht werden.

Beteiligte Forschungseinrichtungen

Leibniz Universität Hannover

  • Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen

  • Institut für Umweltplanung

 

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