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Der Hafen der Colonia Ulpia Traiana/Xanten

Forschergruppe um den Hafen der Colonia Ulpia Traiana in Xanten im LVR-Archäologischen Park
Rekonstruktionszeichnung der Colonia Ulpia Traiana aus der Vogelperspektive mit dem Flusshafen rechts im Bild (Material zur Verfügung gestellt durch den LVR-APX)

Colonia Ulpia Traiana

Das Ludwig-Franzius-Institut unterstützt das Forschungsprojekt „Der Hafen der Colonia Ulpia Traiana/Xanten“, im Teilprojekt „Der Rhein als europäische Verkehrsachse“ innerhalb des DFG-Schwerpunktprogramms 1630 „Häfen von der römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter“, dass zentral durch den LVR-Archäologischen Park Xanten koordiniert wird.

Im Rahmen des Projektes wird der an die Colonia Ulpia Traiana angegliederten Flusshafen aus der römischen Siedlungsperiode im 1.-4. Jh. n. Chr. untersucht. Der überwiegend zivil genutzte Hafen diente dem Umschlag von Bedarfsgütern insbesondere Baumaterial, da die Niederrheingegend eine Rohostoff- und v.a. steinarme Region ist. Archäologische Ausgrabungen zeigen eine kumulative Kailänge von gut 200 m entlang des Prallhangs einer Rheinschleife des Hauptstroms. Die Kaianlage ist aus massiven Eichenbohlen errichtet, deren Zwischenräume mit Schüttmaterial ausgekleidet wurden. Aus über 150 Bohrkernen und mehreren Grabungen entlang der Hafenanlagen wurde eine detaillierte Rekonstruktion der antiken/spät-römischen Flusssohle entwickelt, die für weitergehende hydromechanische Untersuchungen genutzt werden soll.