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Exkursionsbericht Pfingstexkursion Ostfriesland 2019

Exkursionsteilnehmer am Emssperrwerk
Besichtigung des Deckwerks auf Borkum
Gruppenfoto am JadeWeserPort

Die alljährliche Pfingstexkursion des Ludwig-Franzius-Instituts ging in diesem Jahr nach Ostfriesland. 17 Bachelor- und Masterstudierende sowie 3 Mitarbeiter des Instituts machten sich am Dienstag nach Pfingsten auf die viertägige Reise.

Die Erste Station war das Emssperrwerk in Moormerland. Dort wurde ein kurzer Film über den Bau des Sperrwerkes gezeigt und anschließend bekamen wir eine Führung durch die Sperrwerkspfeiler und den Tunnel unter der Hauptschifffahrtsöffnung hindurch. Anschließend ging die Fahrt weiter zur Fähre nach Borkum. Nach einer schönen, aber windigen Überfahrt erreichten wir die Insel und checkten in der Jugendherberge ein. Nach einem für Jugendherbergs-Verhältnisse überraschend gutem Abendessen ging es mit dem Bus in den Ortskern, wo im Inselkino ein Film über Sturmfluten auf Borkum hätte angeschaut werden sollen. Da an diesem Dienstag jedoch ein anderer Film gezeigt wurde, lernten wir dann stattdessen etwas über das Borkumer Inselleben und die zum Teil etwas seltsam anmutenden Bräuche der Borkumer. Anschließend genossen wir den Sonnenuntergang über dem Meer, bevor wir uns zurück auf den Weg in die Jugendherberge machten.

Am Mittwoch ging es wieder in den Ortskern, wo uns Herr Gerdes vom WSA über das Deckwerk führte und uns dabei eine Einführung in den Küstenschutz auf Borkum gab. Dabei ging er auf die Herausforderungen ein, die es mit sich brachte, ein Deckwerk zu designen, das adäquaten Küstenschutz liefert und außerdem den ästhetischen Anforderungen der Inselbewohner und der Touristen genügt. Nach einer kleinen ostfriesischen Teezeremonie im Café „Heimliche Liebe“ an der Promenade fuhren wir mit der Borkumer Kleinbahn zum Anleger des Katamarans und damit zurück aufs Festland. Von dort aus machten wir uns auf den Weg nach Norden wo wir von Herrn Prof. Thorenz beim NLWKN einen Vortrag über niedersächsischen Küstenschutz im Allgemeinen und den Schutz von Nordseeinseln und Wattenmeer im Besonderen bekamen. Anschließend fuhren wir nach einem kurzen Zwischenstopp beim Supermarkt in ein Ferienhaus in Bensersiel, in dem wir die nächsten zwei Nächte verbrachten. Zum Abendessen haben wir Pizza bestellt und den Abend mit angeregten Gesprächen ausklingen lassen. 

Am Donnerstag nahmen wir die Fähre nach Norderney. Dort machten wir eine Radtour über die Insel und durch die Dünen, bis wir das NLWKN erreichten, wo uns Herr Wurpts einen Vortrag über den Küstenschutz und die sedimentologischen Bedingungen auf Norderney hielt. Anschließend begleitete uns Herr Wurpts zu einem weiteren Ausflug mit den Fahrrädern, und zeigte uns anschaulich die Küstenschutzmaßnahmen, über die er uns zuvor berichtet hatte. Abends ging es mit der Fähre zurück aufs Festland und wieder nach Bensersiel, wo der Rest der Pizza vom Vortag für ein weiteres Abendessen reichte.

Am letzten Tag wurde das Haus geputzt und ordentlich hinterlassen, bevor wir Richtung JadeWeserPort aufbrachen. Dort bekamen wir von Herrn Düßmann und Herrn Moehlmann einen Einblick in die Arbeitsweise eines Hafens und in die Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, einen neuen Hafen am Markt zu etablieren. Zudem haben wir noch eine Führung über das Hafengelände bekommen. Auf unserem Heimweg legten wir einen Zwischenstopp in Cäciliengroden ein, wo wir am Salzwiesenlehrpfad noch etwas über das Ökosystem und den Beitrag der Salzwiesen zum Küstenschutz lernten. Dann ging es endgültig zurück nach Hannover.