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Vielfältige Modellversuche im 3D-Wellenbecken Marienwerder

In den zurückliegenden sechs Monaten fanden sowohl küsteningenieursthematische, als auch offshoretechnische Modellversuche im 3D-Wellenbecken des Ludwig-Franzius-Instituts statt.

Es wurden Untersuchungen zur Kolkentstehung und -entwicklung an Jacket-Fundamenten von Offshore Windenergieanlagen (OWEA) der Projekte „HyConCast“(BMWI 0325651A) und „TexBase“ (ZIM 3316902Kl4) durchgeführt. Beide Modelle weisen einen Maßstab von 1:45 auf und sind im 3D-Druckverfahren gefertigt. Die sich besonders durch ihre Geotextilen Auflastköper auszeichnende TexBase-Struktur wurde als reines Schwergewichtsfundament, sowie in Kombination mit Suction-Buckets untersucht. Die HyConCast-Struktur wurde als Pre-Piling Fundamentierung abgebildet, wobei der Einfluss der Einbautiefe durch Distanzstücke zusätzlich untersucht wurde. Der Fokus der Untersuchungen lag auf der systematischen Untersuchung der Kolkentwicklung unter Wellen-Strömungs-Interaktion. Weiterhin wurden Untersuchungen unter Strömungs- bzw. Welleninduktion durchgeführt. Ein Echolotsystem diente zur Aufzeichnung der Kolkentwicklung über die Zeit. Die flächige Sohltopografie konnte mit einem 3D-Scanner (Genauigkeit von ~1mm) aufgezeichnet werden.

Anschließend wurden im Rahmen des ConDyke-Projekts (03KIS109) wurden im großen Wellenbecken Modellversuche mit einem Deichmodell durchgeführt. Die grundlegende Forschungsfrage des Projekts ist der Einfluss des Öffnungswinkels (abweichend von einem geraden Deich) auf den Wellenauflauf und –überlauf. Das Deichmodell ist in einer Modulbauweise gefertigt, sodass der Öffnungswinkel in 30°-Schritten beliebig variiert werden kann. Insgesamt wurden jeweils zwei konvexe und konkave, sowie ein gerader Referenzdeich hinsichtlich Wellentransformationsprozesse, Auf- und Überlaufverhalten untersucht. Hierfür wurden unterschiedliche Seegangsparameter und Angriffswinkel eingesteuert.